„Es war sehr schmerzhaft für mich, von Daniel Abschied zu nehmen“, hielt Willy Cohn am 17. Februar 1939 in seinem Tagebuch fest. Damit meinte er Rudolf Daniel, seinen Freund und ehemaligen Schüler, der die Erlaubnis zur Ausreise aus Deutschland in das britische Mandatsgebiet Palästina erhalten hatte und zunächst ein Gymnasium in Haifa und später auch die dortige Universität besuchte. Zum Abschied schenkte Cohn Rudolf einen Band seiner Gedichte von 1910. Viele Jahre später wurde Cohns Enkelin Tamar in Israel Rudolfs Schülerin und er gab das Buch an ihre Familie zurück.