Am 25. Dezember 1938 wurde im Haus des Rechtsanwalts Otto Halpert, seiner Frau Hertha und ihren drei Töchtern in der Eichendorffstraße 32/34 (ul. Sokola) die achte Kerze des traditionellen Chanukka-Leuchters entzündet und damit der letzte Tag des jüdischen Lichterfests verkündet. Eines der Familienglieder machte zur Erinnerung dieses Foto. In jenem Jahr wurde das Chanukka-Fest bei Halperts in einer Atmosphäre der Angst und Unsicherheit gefeiert. Nur anderthalb Monate vorher, im November, verübten die Nazis in ganz Deutschland ein antijüdisches Pogrom, das die Ausgrenzung der Juden vom normalen gesellschaftlichen Leben noch verschärfte.
Yad Vashem Archiv, Archivobjekt ID 10657369