DER UMLAUF DER DINGE

Seit der Verfolgung der Juden in Deutschland in den 1930er Jahren und ihrer zwangsweisen Emigration, in der Zeit des Zweiten Weltkriegs und nach dem Kriegsende waren jüdische Objekte ständig im Umlauf und gingen von Hand zu Hand: gestohlen, enteignet, seltener gerettet oder wieder aufgefunden. Es gelang den jüdischen Breslauern, einiges von ihrem Hab und Gut mitzunehmen, als sie der Stadt den Rücken kehrten, andere Sachen wurden von ihren ermordeten Besitzern für immer zu Waisen gemacht und wieder andere von jenen zurückgelassen, die nicht in der Lage waren, ihren gesamten Besitz mitzunehmen. Diese Dinge wurden gehandelt und wechselten oft den Besitzer, bis schließlich ein Teil von ihnen – zusammen mit Dingen, die als „ehemals deutsch“ bezeichnet wurden – in verlassenen Häusern gefunden und von den neu angekommenen Einwohnern der Stadt, die nun zum polnischen Wrocław geworden war, adoptiert.

Daneben erzählen wir vom Schicksal von drei Gegenständen, die Teil der Ausstellung sind. Obwohl sie nicht repräsentativ für die vielschichtigen Schicksale jüdischer Dinge während und nach dem Holocaust sind, können sie doch als Beispiel für die komplexen Migrationswege dienen, auf denen Menschen und Gegenstände aus dem Breslau der Vorkriegszeit unterwegs waren.

  • Die Geschichte von Alfred Neuländers Gebetbuch

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    Die Geschichte von Alfred Neuländers Gebetbuch, erzählt von seinem Neffen Oliver Newland, Neuseeland. Sprachversionen: DE Fotos: Fundacja Spark

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  • Die Geschichte der Tagebücher des Willy Cohn

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    Die Geschichte der Tagebücher des Willy Cohn, erzählt von seiner Enkelin Tamar Cohn Gazit, Israel. Sprachversionen: DE HEB

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  • Die Geschichte von Berta Haddas Wandbehang

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    Die Geschichte von Berta Haddas Wandbehang, erzählt von ihrem Urenkel Daniel Ljunggren, Schweden. Sprachversionen: DE SE ZEITLINIE  1936: An der Jüdischen Schule in Breslau entsteht ein Wandbehang – eine Gemeinschaftsarbeit von Berta Hadda und ihren Schülern. Breslau, Deutschland   40er Jahre: Der Kelim wird zusammen mit Kleidung und anderen Habseligkeiten Bertas Bruder Fritz übergeben, der […]

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  • Bericht von Gabrielle Falk, geb. Freund

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    Bericht von Gabrielle Falk, geb. Freund, (1923–2019) über ihre Jugend in Breslau vor der Emigration (Auszug aus einem amerikanischen Doku-Podcast über die Familie Falk von Rosa Linda Ramon, 2009).   Video auf Englisch.

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  • “Rückwärtsgang” von Anna Schapiro

    Kunstwerk

    Tinte an der Wand, Tinte auf Papier, 2024.  Die Ausstellung war von einem künstlerischen Kommentar in Form einer ortsspezifischen Arbeit der Berliner Künstlerin Anna Schapiro begleitet. Schapiro legt die Schichten der Geschichte frei, die die in der Ausstellung gezeigten Objekte geprägt haben und erkundet die Erzählungen, die diesen Objekten innewohnen sowie die Art und Weise, […]

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