Liste der
objekte
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Die Geschichte von Alfred Neuländers Gebetbuch
Die Geschichte von Alfred Neuländers Gebetbuch, erzählt von seinem Neffen Oliver Newland, Neuseeland. Sprachversionen: DE Fotos: Fundacja Spark
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Die Geschichte der Tagebücher des Willy Cohn
Die Geschichte der Tagebücher des Willy Cohn, erzählt von seiner Enkelin Tamar Cohn Gazit, Israel. Sprachversionen: DE HEB
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Die Geschichte von Berta Haddas Wandbehang
Die Geschichte von Berta Haddas Wandbehang, erzählt von ihrem Urenkel Daniel Ljunggren, Schweden. Sprachversionen: DE SE ZEITLINIE 1936: An der Jüdischen Schule in Breslau entsteht ein Wandbehang – eine Gemeinschaftsarbeit von Berta Hadda und ihren Schülern. Breslau, Deutschland 40er Jahre: Der Kelim wird zusammen mit Kleidung und anderen Habseligkeiten Bertas Bruder Fritz übergeben, der […]
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Bericht von Gabrielle Falk, geb. Freund
Bericht von Gabrielle Falk, geb. Freund, (1923–2019) über ihre Jugend in Breslau vor der Emigration (Auszug aus einem amerikanischen Doku-Podcast über die Familie Falk von Rosa Linda Ramon, 2009). Video auf Englisch.
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“Rückwärtsgang” von Anna Schapiro
Tinte an der Wand, Tinte auf Papier, 2024. Die Ausstellung war von einem künstlerischen Kommentar in Form einer ortsspezifischen Arbeit der Berliner Künstlerin Anna Schapiro begleitet. Schapiro legt die Schichten der Geschichte frei, die die in der Ausstellung gezeigten Objekte geprägt haben und erkundet die Erzählungen, die diesen Objekten innewohnen sowie die Art und Weise, […]
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Polizeiliche Abmeldung der Familie Herz, 1. August 1939.
Für Walter, Hilde und Steffi Herz bedeutete dieses obligatorische polizeiliche Dokument über die Abmeldung aus der Wohnung in der Straße der SA 54 (vor 1933 Kaiser-Wilhelm-Straße, heute ul. Powstańców Śląskich) den endgültigen Schlusspunkt der Angelegenheiten, die vor der Emigration zu erledigen waren. In dem Schreiben ist das Ziel der Ausreise angegeben: Santiago de Chile. Etwa […]
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Tisch und Stühle von Albert Hadda, 1936.
Einige Familien flohen mit sehr wenig Gepäck, während andere ihr gesamtes Hab und Gut und speziell für das Leben im Exil angeschaffte Gegenstände mitnahmen. Dazu gehörten auch dieser Tisch und diese Stühle – die praktischsten Möbelstücke überhaupt und zugleich universelle Symbole eines Zuhauses. Sie wurden 1936 von dem Architekten und Designer Albert Hadda für die […]
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Steffi Herz mit ihrer Mutter Hilde, der Großmutter Gertrud Bornstein und der Urgroßmutter Henriette Lomnitz, ca. 1939.
Erst ein Jahr nach ihrer Ausreise gelang es Hilde und Walter Herz, Hildes Mutter Gertrud Bornstein nach Chile nachzuholen. Auf diesem Foto, das in Breslau aufgenommen wurde, als die Familie noch komplett war, ist Gertrud links sitzend, zusammen mit ihrer Mutter, Tochter und Enkelin zu sehen. Auch Walters Mutter Olga Herz hoffte, aus Deutschland herauszukommen, […]
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Empfehlungsschreiben für Steffi Herz, 31. Juli 1939.
Die Zerstörung ihres Schuhgeschäfts und der sich verstärkende Nazi-Terror bewegten Walter und Hilde Herz dazu, Deutschland in Richtung Chile zu verlassen, wo bereits Hildes Bruder lebte. An der jüdischen Schule, auf die ihre Tochter Steffi ging, baten sie um ein Empfehlungsschreiben, mit dem sie das Kind später an einer Schule im Ausland anmelden könnten: Die […]
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Ausschnitt aus dem Monatsblatt „Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt”, 1938.
„Schuhe für Auswanderer“ – so bewarb das Schuhgeschäft Herz im Oktober 1938 sein Angebot in der Presse. Mit dem Werbeslogan sollten Juden angesprochen werden, die massenhaft aus Deutschland vor der Verfolgung flohen, von der auch die Familie Herz selbst betroffen war: In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 legten Nazi-Schlägertrupps in Breslau […]
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Gedichtband von Willy Cohn, 1910.
„Es war sehr schmerzhaft für mich, von Daniel Abschied zu nehmen“, hielt Willy Cohn am 17. Februar 1939 in seinem Tagebuch fest. Damit meinte er Rudolf Daniel, seinen Freund und ehemaligen Schüler, der die Erlaubnis zur Ausreise aus Deutschland in das britische Mandatsgebiet Palästina erhalten hatte und zunächst ein Gymnasium in Haifa und später auch […]
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Pharus-Stadtplan Breslau 1939.
Seit der Eröffnung der Neuen Synagoge im Jahr 1872 wurde sie auf Breslauer Stadtplänen oft mit einem Symbol oder farbig als wichtiges und leicht identifizierbares Gebäude gekennzeichnet, so wie andere bedeutende öffentliche Orte. Auf dem Stadtplan von 1939 war die Neue Synagoge dann jedoch nicht mehr auszumachen. Von dem ein Jahr zuvor in der Reichspogromnacht […]
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1937 verbrachten Willy Cohn und seine Frau Trudi einen Monat im britischen Mandatsgebiet Palästina in der Hoffnung, eine Arbeit zu finden, die es ihnen ermöglichen würde, Deutschland endgültig zu den Rücken zu kehren. Dieses Foto entstand während des Aufenthalts im Kibbuz Givat Brenner, wo sich bereits Cohns Sohn Ernst Abraham aufhielt.
Nach dem Novemberpogrom stieg die Zahl der Juden, die verzweifelt nach einer Möglichkeit suchten, aus Deutschland zu fliehen, stark an. Allerdings waren nur wenige Länder bereit, sie aufzunehmen. Für die Einwanderung in das Mandatsgebiet Palästina wurden von den britischen Behörden Höchstkontingente festgelegt, die alle sechs Monate bekannt gegeben wurden. Die besten Chancen auf ein Visum […]
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Von links: Ruth, Tamara und Susanne Cohn, September 1939.
Nach dem Novemberpogrom stieg die Zahl der Juden, die verzweifelt nach einer Möglichkeit suchten, aus Deutschland zu fliehen, stark an. Allerdings waren nur wenige Länder bereit, sie aufzunehmen. Für die Einwanderung in das Mandatsgebiet Palästina wurden von den britischen Behörden Höchstkontingente festgelegt, die alle sechs Monate bekannt gegeben wurden. Die besten Chancen auf ein Visum […]
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Selbstbildnis von Heinrich Tischler, 1937.
Das Leben in einem Zustand ständiger Bedrohung hatte Angstzustände, Frustration und Depressionen zur Folge. Seiner emotionalen und spirituellen Krise verlieh der Künstler Heinrich Tischler in diesem Selbstporträt Ausdruck, auf dem er sich als ein „im Leben toter“ Geist darstellt, der in einer Geste der Hilflosigkeit seine Fäuste ballt. Aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung musste Tischler, wie […]
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Die Geschwister Cohn, 1935. Von links: Ruth, Ernst Abraham und Susanne.
Nach dem Novemberpogrom stieg die Zahl der Juden, die verzweifelt nach einer Möglichkeit suchten, aus Deutschland zu fliehen, stark an. Allerdings waren nur wenige Länder bereit, sie aufzunehmen. Für die Einwanderung in das Mandatsgebiet Palästina wurden von den britischen Behörden Höchstkontingente festgelegt, die alle sechs Monate bekannt gegeben wurden. Die besten Chancen auf ein Visum […]
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Reisepass von Erwin Zadik, 1937.
Auch Erwin Zadik, der Ehemann von Ursula Beyer, wurde von der Gestapo verfolgt. Nach seiner Deportation ins KZ Buchenwald, nur zwei Monate nach ihrer Hochzeit, kaufte Ursula für beide Fahrkarten für ein Dampfschiff, um Deutschland so schnell wie möglich zu verlassen. Ihr Ziel war die exterritoriale britisch-amerikanische Enklave in Shanghai, die als einziges Territorium auf […]
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Umschlag eines von Ursula Zadik aus dem Gefängnis in Breslau geschriebenen Briefes, 5. Januar 1939.
Die Gestapo, die berüchtigte politische Polizei des NS-Regimes, verhaftete Helga und Ursula Beyer 1938 und steckte sie ins Gefängnis, aus dem die Schwestern in Umschlägen wie diesem Briefe an ihre Lieben schickten. Ursula wurde vom Gericht freigesprochen, Helga jedoch als vermeintliche Kommunistin, die eine Bedrohung für den Staat darstellt, wegen Hochverrats zu dreieinhalb Jahren Gefängnis […]
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Die Schwestern Ursula und Helga Beyer mit Freunden, Sudeten, 1937.
Im nationalsozialistischen Deutschland war jedwede politische Opposition verboten und das Engagement in Widerstandsgruppen im Untergrund erforderte großen Mut, den nur wenige aufbrachten. Die Schwestern Ursula und Helga Beyer gingen dieses Wagnis ein, insbesondere Helga war aktiv. So machten sich die Schwestern unter dem Vorwand von Skiausflügen in die Sudeten auf, um in Skistöcken versteckte anti-nationalsozialistische […]
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Postkarte von Tischler aus dem Konzentrationslager Buchenwald, 1938.
Mit dem 12. November 1938 reißt die Aufgabenplanung in Heinrich Tischlers Taschenkalender ab. An diesem Tag wurde er im Zuge der Verhaftungsaktion jüdischer Männer im gesamten deutschen Reich von den Nazis in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. „Mir geht es hier gut, ich brauche nichts“, schrieb er auf einer Postkarte, die er aus dem Lager an […]
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Taschenkalender von Heinrich Tischler, 1938.
Mit dem 12. November 1938 reißt die Aufgabenplanung in Heinrich Tischlers Taschenkalender ab. An diesem Tag wurde er im Zuge der Verhaftungsaktion jüdischer Männer im gesamten deutschen Reich von den Nazis in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. „Mir geht es hier gut, ich brauche nichts“, schrieb er auf einer Postkarte, die er aus dem Lager an […]
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Chanukka bei den Halperts, 25. Dezember 1938.
Am 25. Dezember 1938 wurde im Haus des Rechtsanwalts Otto Halpert, seiner Frau Hertha und ihren drei Töchtern in der Eichendorffstraße 32/34 (ul. Sokola) die achte Kerze des traditionellen Chanukka-Leuchters entzündet und damit der letzte Tag des jüdischen Lichterfests verkündet. Eines der Familienglieder machte zur Erinnerung dieses Foto. In jenem Jahr wurde das Chanukka-Fest bei […]
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Neue Synagoge Breslau, ohne Datum.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 führten organisierte Schlägertrupps vom nationalsozialistischen Regime im ganzen Deutschen Reich organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden durch, prügelten und töteten Menschen, verwüsteten Häuser und Geschäfte und zerstörten Synagogen. Hans Hermann Neustadt war Zeuge der Zerstörung der Neuen Synagoge in Breslau – er bewahrte ein aus […]
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Antrag von Albert Hadda an die Reichskammer der bildenden Künste auf Rücknahme der Entscheidung über den Ausschluss aus der Schule, 1934.
Im November 1934 erhielt Albert Hadda, wie alle jüdischen Architekten in Deutschland, ein Schreiben von der Reichskammer der bildenden Künste, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass ihm die Ausübung seines Berufes fortan untersagt ist. Aber Albert beschloss zu kämpfen: Er legte Widerspruch gegen diese Entscheidung ein. Dieser blieb jedoch erfolglos und so musste er sich […]
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Arbeitsbuch von Albert Hadda, 1936.
Im November 1934 erhielt Albert Hadda, wie alle jüdischen Architekten in Deutschland, ein Schreiben von der Reichskammer der bildenden Künste, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass ihm die Ausübung seines Berufes fortan untersagt ist. Aber Albert beschloss zu kämpfen: Er legte Widerspruch gegen diese Entscheidung ein. Dieser blieb jedoch erfolglos und so musste er sich […]
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Willy Cohn in seinem Büro, in der Opitzstraße 28 (ul. Żelazna), Breslau, August 1934.
„Stephan, der Hausmeister der Schule, kam zu mir, um mir einen Brief zu überbringen, in dem ich darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass ich mit sofortiger Wirkung beurlaubt war“, schreibt Willy Cohn, Historiker und Lehrer am Breslauer Johannesgymnasium unter dem Datum des 18. Juni 1933 in seinem Tagebuch. Bereits in den ersten Monaten nach der […]
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Brief mit Geburtstagswünschen für Steffi Herz in Chile von ihrer Großmutter Olga aus Breslau, 15. März 1940.
Erst ein Jahr nach ihrer Ausreise gelang es Hilde und Walter Herz, Hildes Mutter Gertrud Bornstein nach Chile nachzuholen. Auf diesem Foto, das in Breslau aufgenommen wurde, als die Familie noch komplett war, ist Gertrud links sitzend, zusammen mit ihrer Mutter, Tochter und Enkelin zu sehen. Auch Walters Mutter Olga Herz hoffte, aus Deutschland herauszukommen, […]
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Schlittschuhläufer in Breslau, Winter 1940/1941.
Dieses Foto von Schlittschuhläufern auf dem gefrorenen Stadtgraben entlang der Wallstraße (ul. Pawła Włodkowica) wurde im Winter 1940/1941 von Albert Hadda aus dem Fenster der Wohnung am Nikolai-Stadtgraben 16 (ul. Podwale) aufgenommen. War das Foto nur eine gewöhnliche Routineübung, probierte der Fotograf einfach einen neuen Apparat aus oder war es vielleicht Ausdruck von etwas anderem? […]
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Im Schatten von Hakenkreuzen an der Ostsee, Filmaufnahme, 1930er Jahre
In den 1930er Jahren nahm die Familie des Pharmazeuten Hermann Freund eine Amateurkamera mit in den Urlaub und hielt die gemeinsamen Momente am Ostseestrand fest. Im Hintergrund der sorglosen, ausgelassenen Aufnahmen sind immer wieder Wimpel mit Hakenkreuzen, dem allgegenwärtigen Symbol der Unterdrückungsmacht der Nazis, auszumachen. Trotz aller Schwierigkeiten versuchten die meisten Juden, so gut es […]
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Lehrerdiplom von Berta Hadda (geborene Simlinger), 1916.
1916 legte die 21-jährige Berta Simlinger die Berufsprüfung zur Handarbeitslehrerin an Mädchenschulen ab. Diese bildete den Abschluss ihres Studiums an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1911 ist sie im Kreise ihrer Kommilitonen sitzend neben ihrem späteren Ehemann Albert Haddy zu sehen. Jahre später gab Berta Kunstunterricht […]
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Berta Hadda mit Schulkameraden, 1911.
1916 legte die 21-jährige Berta Simlinger die Berufsprüfung zur Handarbeitslehrerin an Mädchenschulen ab. Diese bildete den Abschluss ihres Studiums an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1911 ist sie im Kreise ihrer Kommilitonen sitzend neben ihrem späteren Ehemann Albert Haddy zu sehen. Jahre später gab Berta Kunstunterricht […]
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Kelim von Berta Hadda, 1930er Jahre
Die von Albert Hadda entworfene modernistische Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) wurde im Januar 1938 eröffnet und stellte das letzte große Bauvorhaben dieser Schule dar. In der 1920 gegründeten Einrichtung gab es auch eine Synagoge und eine koschere Mensa. An dieser Schule verband sich Traditionsverbundenheit mit Fortschrittsbewusstsein: Die […]
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Schulgarten der Jüdischen Schule, um 1938.
Die von Albert Hadda entworfene modernistische Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) wurde im Januar 1938 eröffnet und stellte das letzte große Bauvorhaben dieser Schule dar. In der 1920 gegründeten Einrichtung gab es auch eine Synagoge und eine koschere Mensa. An dieser Schule verband sich Traditionsverbundenheit mit Fortschrittsbewusstsein: Die […]
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Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) in Breslau, 1938.
Die von Albert Hadda entworfene modernistische Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) wurde im Januar 1938 eröffnet und stellte das letzte große Bauvorhaben dieser Schule dar. In der 1920 gegründeten Einrichtung gab es auch eine Synagoge und eine koschere Mensa. An dieser Schule verband sich Traditionsverbundenheit mit Fortschrittsbewusstsein: Die […]
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Schulzeugnis von Erwin Zadik, 1920.
Aus dem Schulzeugnis des achtjährigen Erwin Zadik geht hervor, dass er die zweite Klasse des staatlichen König-Wilhelm-Gymnasiums in der Paradiesstraße 3-5 (ul. Stanisława Worcella) abgeschlossen hat und dem Unterricht beflissen und aufmerksam folgt. Als jüdischer Schüler erhielt er keine Note in Religion, da dieser Unterricht nur für Protestanten und Katholiken vorgesehen war. Erwähnenswert ist, dass […]
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Schüler von Heinrich Tischler, 1937/1938.
Auf dieser Skizze zeigt der Künstler Heinrich Tischler seine Schüler während des Zeichenunterrichts, den er unter anderem an der Jüdischen Schule an der Neuen Synagoge in Breslau gab. Die Schule wurde 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Repressionen gegen die Juden eröffnet: In ihnen wurden die jüdischen Schüler von den Behörden untergebracht, die zuvor von staatlichen […]
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Willy Cohn mit Schülern und dem Direktor des Johannesgymnasiums Breslau, 1931.
Die Abschlussprüfungen waren ein wichtiges Ereignis im Schulalltag und wahrscheinlich wurde bei dieser Gelegenheit dieses Foto der Abiturklasse von 1931 am Städtischen Johannesgymnasium in der Paradiesstraße 3 (ul. Stanisława Worcella) aufgenommen. Im Hintergrund ist der Geschichtslehrer Professor Willy Cohn zu sehen, ein Mittelalterforscher und auf die Geschichte der Juden in Breslau spezialisierter Historiker, der selbst […]
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Ilustration mit Darstellung des Jüdisch-Theologischen Seminars in Breslau, 1915.
Auf dem Ehrendiplom für den Juristen und Politiker Wilhelm Salomon Freund ist das Gebäude des Jüdischen Theologischen Seminars in Breslau abgebildet. Diese 1854 gegründete Ausbildungsstätte befand sich in der Wallstraße 14 (ul. Pawła Włodkowica) und bereitete Studenten auf den Beruf des Rabbiners und Lehrers vor, indem sie religiöse und weltliche Fächer miteinander kombinierte. Über 80 […]
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Heinrich Tischler, Selbstbildnis, 1937.
Der Maler und Architekt Heinrich Tischler, Absolvent der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau, war ein Vertreter des jüdischen Expressionismus. Seine Bilder sind voller Emotionen und stellen in inbrünstigem Gebet versunkene Juden oder auch unwirklich erscheinende Szenen aus den Vororten von Breslau dar. In seinen zahlreichen Selbstporträts erscheint er mit ironischem Gesichtsausdruck und Zigarillo […]
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Urlaubsfotos und Fotos von Sport- und Freizeitaktivitäten, vor 1938.
„Ein Urlauber wünschte sich damals nichts sehnlicher, als seine Lungen mit dem Duft der Kiefern zu füllen und Wanderungen zu unternehmen“, schrieb der Historiker Willy Cohn in sein Tagebuch. Als Erholungsort wählte die Familie Tischler das Riesengebirge unweit von Breslau, aber auch die österreichischen Alpen oder die Strände am mecklenburgischen Müritzsee. Viele Juden, vor allem […]
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Heinrich Tischler, Porträt der Else Tischler, 1937.
Else Tischler, die Ehefrau von Heinrich Tischler, stammte aus der Künstlerfamilie Hadda und kannte ihn als seine Cousine von Kind auf. Sie stand ihrem Mann sowohl im Leben als auch in seiner beruflichen Laufbahn zur Seite: Sie war seine Vertraute, mit der er seine künstlerischen Inspirationen und Nöte teilte. Nach Heinrichs Tod im Jahr 1938 […]
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Streichquartett mit Walther Freund unter den Musizierenden, Anfang 20. Jh.
Für den Kinderarzt Walther Freund waren die Auftritte mit seinem Amateur-Streichquartett vermutlich sowohl Unterhaltung als auch Gelegenheit, sein musikalisches Talent zu entfalten. Seine Leidenschaft für das Bratschenspiel hatte er von seinem Vater Wilhelm Salomon Freund geerbt. Walther Freund gab auch gerne Hauskonzerte mit seinen Kindern Andreas, der Geige spielte, und Gabrielle, die sie auf dem […]
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Reise-Schachspiel von Josef Foerder, ohne Datum.
Heinz Josef Foerder, der Deutschland 1928 bei der Schacholympiade in Den Haag vertrat, machte in Breslau seine ersten Schritte als Schachspieler. 1934 emigrierte er in das britische Mandatsgebiet Palästina, wo er weitere Erfolge erzielte und nach der Ausrufung des Staates Israel den Namen Josef Porath annahm. Er starb 1996 und zehn Jahre später erwarb Stephen […]
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Namensschild der Wohnungstür von Heinrich Tischler, vor 1938.
Dieses Messingschild mit der eingeprägten Unterschrift von Heinrich Tischler hing vermutlich an der Tür seiner Wohnung in der Lothringer Straße 9 (unweit der Ostrastraße), die heute nicht mehr existiert. Hier befand sich auch sein Atelier. Für seine Gemälde, Grafiken und Architekturentwürfe verwendete der Künstler die gleiche Signatur wie auf dem Namensschild.
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Bürsten und Farbtuben der Firma Lukas, 1930er Jahre.
Bei ihrer Flucht aus Breslau nahm Else Tischler die Malutensilien aus dem Atelier ihres Mannes Heinrich mit. Darunter waren auch acht Schachteln mit Farben der Firma Lukas, die es heute noch gibt. Der Maler hatte, wie hier zu sehen, eine Vorliebe für intensive Farbtöne: Siena, Ocker, intensive Gelb- und Orangetöne, Ultramarin und Meeresgrün.
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Zigarilloskiste, erste Hälfte 20. Jh.
Der Maler und Architekt Heinrich Tischler, Absolvent der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau, war ein Vertreter des jüdischen Expressionismus. Seine Bilder sind voller Emotionen und stellen in inbrünstigem Gebet versunkene Juden oder auch unwirklich erscheinende Szenen aus den Vororten von Breslau dar. In seinen zahlreichen Selbstporträts erscheint er mit ironischem Gesichtsausdruck und Zigarre […]
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Verein Jüdisches Museum E.V. zu Breslau, 1928.
Die erste Ausstellung des Vereins Jüdisches Museum zu Breslau, die den Juden in der Geschichte Schlesiens gewidmet war, fand 1929 in den Räumen des Schlesischen Museums für Kunstgewerbe und Altertümer statt. Die Ausstellung richtete sich an ein breites, auch nichtjüdisches Publikum, und einige der Exponate wurden im Mitteilungsblatt des Vereins abgebildet. An den Aktivitäten dieser […]
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Rysunki architektoniczne Tischlera
Heinrich Tischler, Architektonische Perspektiven (wahrscheinlich nicht realisiert), Reproduktion, undatiert.
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Etrog-Schatulle, Anfang 20. Jh.
Der Etrog-Behälter wird während des Sukkot- oder Laubhüttenfestes verwendet, mit dem daran erinnert wird, wie die Juden nach ihrer Flucht aus Ägypten in Hütten in der Wüste lebten. Diese Holzschatulle wurde von Benno Sklarz, dem Besitzer eines koscheren Milchladens in Breslau, hergestellt. Sein Sohn Salo nahm sie mit, als er 1939 nach London floh, und […]
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Die sämtlichen Festgebete der Israeliten: Gebete für das Pessachfest (Übersetzt und mit Anmerkungen erklärt von M. Letteris), Prag und Breslau 1900.
Das Pessachfest wird im Frühling gefeiert und erinnert an die biblische Befreiung der Juden aus der ägyptischen Sklaverei. Dieses zweisprachige, hebräisch-deutsche Pessach-Gebetbuch gehörte der Familie Zadik und erschien 1900 im Verlag von Jakob Berman Brandeis in Breslau und Prag. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreuten sich Übersetzungen von Gebetbüchern und anderen religiösen Texten […]
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Besamimbüchse (Behälter, in dem duftende Gewürze aufbewahrt werden), 19. Jh.
Dieser Besamimturm, ein Behälter für duftende Kräuter und Gewürze, der am Ende des Schabbats verwendet wird, gehörte ursprünglich Emanuel Falk, dessen Bar Mizwa-Rede wir Ihnen beschrieben haben. Einer seiner Nachkommen, Siegfried Falk, nahm die Besamimbüchse mit, als er Breslau 1936 verließ und sie reiste mit ihm um die halbe Welt: zunächst nach Kopenhagen, dann nach […]
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Foto von der Bat Mizwa von Hilde Bornstein (später Herz), 1919.
Mit dem Aufkommen des liberalen Reformjudentums konnten auch Mädchen ihren Eintritt ins Erwachsenenleben feiern – bei der Bat Mizwa. Auf diesem Foto posiert die fünfzehnjährige Hilde Bornstein mit ihren Freunden und dem Rabbiner, der sie auf die Zeremonie vorbereitet hat. Drei Jahre später heiratet Hilde Walter Herz und betreibt mit ihm ein Schuhgeschäft im Oppenheim-Haus.
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Tefillin und Tefillinbeutel, Anfang 20. Jh.
Tefillin sind zwei kleine Kapseln mit Riemen, die kleine Pergamentrollen mit handgeschriebenen Texten aus der Tora zu rituellen Geboten enthalten. Zum täglichen Gebet binden orthodoxe Juden eine Schachtel mit dem Riemen an ihre Stirn und die andere an ihren linken Arm. In Heinrich Tischlers Tefillin ist der hebräische Buchstaben Schin (ש) eingearbeitet, der einen der […]
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Armbanduhr – Bar-Mizwa-Geschenk für Hans Falk, 1932.
Weltliche Bräuche wie das Organisieren von Feiern und Geschenke für den Jungen wurden zunehmend Teil des Bar Mizwa-Festes. Ein begehrtes Geschenk war beispielsweise eine Armbanduhr, wie sie Hans Falk, der Enkel von Emanuel Falk, 1932 zu seiner Bar Mizwa bekam.
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Bar-Mizwa-Rede von Emanuel Falk, 1845.
„Ich kenne jetzt sowohl meine Pflichten gegenüber Gott als auch mir selbst und meinen Nachbarn gegenüber“, erklärte Emanuel Falk bei seiner Bar Mizwa. Sie fand 1845 in der Sklower Synagoge statt, einem kleinen Bethaus im ersten Stock im Hinterhof der Goldenen Radegasse 2 (ul. Kazimierza Wielkiego unweit der Kreuzung mit der ul. Ruska). Emanuels Rede […]
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Tallit (Gebetsmantel) Tallitbeutel von Bruno Falk, 1894.
Während der Bar Mizwa tragen jüdische Jungen zum ersten Mal besondere Gebetskleidung. Eines ihrer Elemente ist der Tallit – ein Schal, der um die Schultern getragen wird. Bruno Falk feierte 1894 seine Bar Mizwa und betete wahrscheinlich für den Rest seines Lebens in diesem Tallit. In einem kleinen Samtbeutel aufbewahrt, ist er zwar verblasst, hat […]
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Erinnerungsblatt zu Alfred Neuländers Bar Mizwa, 1925.
Auf der Widmungsseite aus Alfred Neuländers Gebetbuch ist eine Szene dargestellt, wie die religiösen Gesetze von Generation zu Generation weitergegeben werden. Im Hintergrund ist die über Breslau thronende Neue Synagoge zu sehen: Erbaut zwischen 1865 und 1872, diente sie nicht nur als Gebetsstätte für die liberale jüdische Gemeinde, sondern auch als Konzertsaal mit einer wunderbaren […]
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Israelitisches Gebetbuch für die öffentliche Andacht des ganzen Jahres von Rabbiner Dr. Manuel Joël, durchgesehen von Professor Dr. Jakob Guttmann, Rabbiner der jüdischen Gemeinde, Breslau, 1897.
Der dreizehnjährige Alfred Neuländer erhielt dieses Gebetbuch für das gesamte jüdische Kirchenjahr als Geschenk zu seiner Bar Mizwa, mit der sein Übergang ins Erwachsenenleben und der Zeitpunkt gefeiert wird, ab dem er als Junge selbst dafür verantwortlich ist, die religiösen Gebote der Tora einzuhalten. Das Gebetbuch enthält Kommentare der Rabbiner der liberalen jüdischen Gemeinde Breslau […]
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Geschäftskorrespondenz der Familie Herz (Postkarten) von 1907-1913
Ludwig Herz und nach ihm sein Sohn Walter beschränkten sich in ihrer Tätigkeit nicht nur auf das Ladengeschäft, sondern bauten geschäftliche Kontakte in die ganze Welt auf. Davon zeugen zahlreiche Postkarten mit Schuhbestellungen von Kunden und Zwischenhändlern nicht nur aus Europa, sondern auch aus Amerika, Asien und den deutschen Kolonien in Afrika. Viele Karten waren […]
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Schaufenster und Ladenschild des Schuhgeschäfts der Familie Herz, um 1930.
1894 eröffnete der Kaufmann Ludwig Herz im Oppenheim-Haus ein Schuhgeschäft. Das Sortiment richtete sich an eine zahlungskräftige Kundschaft, die nicht nur von der hohen Qualität der Schuhe und des Schuhzubehörs, sondern auch durch Ludwigs geschicktes Marketing angelockt wurde. In seiner Werbung griff er seinen Nachnamen: „Herz“ auf und ´so zierte das Schild über dem Schaufenster […]
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Symphonion Musikautomat aus dem Sortiment des Kaufhauses Bial & Freund, etwa 1900.
Als der Kaufmann Leopold Bial 1864 in Breslau seine Buchhandlung gründete, konnte er noch nicht ahnen, dass das Unternehmen bald auf ein neues, aber vielversprechendes Geschäftsmodell setzen würde – den Versandhandel. Leopold und seine Nachfolger bauten ihr Angebot immer mehr aus: Im Katalog ihres Versandhauses Bial & Freund in der Tauentzienstraße 16 (ul. Tadeusza Kościuszki) […]
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Inhaber und Angestellte der Möbelfabrik Gebrüder Hadd und Heinrich Tischler, etwa 1918. In der zweiten Reihe stehend, dritter von links ist Heinrich Tischler, daneben stehen Willy und Albert Hadda.
1918, als der Erste Weltkrieg zu Ende ging und das Leben langsam wieder in seine gewohnten Bahnen zurückkehrte, posierten die Mitarbeiter und Inhaber der Möbelfabrik gemeinsam für ein Gruppenfoto. Das Möbelwerk gehörte den Brüdern Willy und Albert Hadda und ihrem Cousin und Schwager Heinrich Tischler. Die drei pflegten engen Kontakt und arbeiteten gelegentlich bis in […]
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Katalog des Versandhauses Bial & Freund, etwa 1910.
Als der Kaufmann Leopold Bial 1864 in Breslau seine Buchhandlung gründete, konnte er noch nicht ahnen, dass das Unternehmen bald auf ein neues, aber vielversprechendes Geschäftsmodell setzen würde – den Versandhandel. Leopold und seine Nachfolger bauten ihr Angebot immer mehr aus: Im Katalog ihres Versandhauses Bial & Freund in der Tauentzienstraße 16 (ul. Tadeusza Kościuszki) […]
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Brockhaus Konversations-Lexikon, 1893.
Als der Kaufmann Leopold Bial 1864 in Breslau seine Buchhandlung gründete, konnte er noch nicht ahnen, dass das Unternehmen bald auf ein neues, aber vielversprechendes Geschäftsmodell setzen würde – den Versandhandel. Leopold und seine Nachfolger bauten ihr Angebot immer mehr aus: Im Katalog ihres Versandhauses Bial & Freund in der Tauentzienstraße 16 (ul. Tadeusza Kościuszki) […]
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Der koschere Laden der Familie Sklarz in der Antonienstraße (ul. św. Antoniego), Anfang 20. Jh.
„Koscher“ und „Verkauf von Milch, Butter und Käse unter der Aufsicht des Rabbinats“ – diese Fensteraufschriften auf Hebräisch und Deutsch informierten jüdische Kunden über das Angebot des Ladens von Benno Sklarz in der Breslauer Antonienstraße (ul. św. Antoniego). Die hier verkauften Milchprodukte waren koscher, wurden also nach dem religiösen Gesetz „Halacha“ hergestellt und gelagert – […]
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Die Brüder Hadda (von links): Willi, Sigmund, Albert und Moritz, November 1916.
Die Brüder Hadda posieren während ihrer Dienstzeit in der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg gemeinsam für ein Foto. Schon damals wiesen die Interessen und beruflichen Pläne der Brüder in ganz unterschiedliche Richtungen. Der Älteste, Siegmund, wurde Chirurg und Leiter des Jüdischen Krankenhauses in Breslau. Moritz und Albert wurden Architekten und Möbeldesigner. Willi wurde als Kaufmann […]
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Fotopostkarte von der Front des 1. Weltkrieges, verschickt von Felix Peritz, 31. Dezember 1915.
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, wurden auch Juden zum deutschen Heer eingezogen – darunter auch der 25-jährige Felix Peritz. Sein Enkel Joseph Pearce erinnert sich, dass Felix wie zu einem Abenteuer in den Krieg zog und stolz darauf war, seinem Land als Sanitätsunteroffizier zu dienen. Dieses Foto, das ihn mit seiner Einheit zeigt, schickte […]
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Lorgnette von Else Peritz, um 1920.
Welche Theatervorstellungen und welche Opernaufführungen verfolgte Else Peritz durch diese Lorgnette? Ihre Liebe zur Kunst und ihren kultivierten Geschmack hatte sie ihrer Familie zu verdanken: Einer ihrer Neffen wurde Komponist, ihr Onkel war Pianist und Chordirigent und ihre Nichte trat als Opernsängerin auf den Städtischen Bühnen Breslau auf.
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Tasse mit Widmung für Else Peritz, 1921
„Meiner geliebten Schwiegertochter Else“ lautet die Widmung auf der Tasse, die Mathilde Peritz ihrer Schwiegertochter Else, geb. Durra, zum Geschenk machte. Diese Geste zeugt von großer Herzlichkeit, obwohl beide Familien bei der Weltanschauung vieles trennte: Die Peritzes waren konservativ und die Durrs liberal eingestellt. Für Mathildes Sohn Felix erwies sich die Fortschrittlichkeit seiner Frau Else […]
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Kasserolle und Holzlöffel von Ursula und Helga Beyer, etwa 1925.
Ursula Beyer und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Helga wuchsen in einem religiös gemischten Elternhaus auf – ihr Vater Adolf war Jude und ihre Mutter Else Atheistin, obwohl sie aus einer christlichen Familie kam. Als die Mädchen 13 und 11 Jahre alt waren, wurde ihre unbeschwerte Kindheit durch den Tod der Mutter erschüttert. Ursula erinnerte […]
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Foto der Schwestern Ursula und Helga Beyer, 1920er Jahre
Ursula Beyer und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Helga wuchsen in einem religiös gemischten Elternhaus auf – ihr Vater Adolf war Jude und ihre Mutter Else Atheistin, obwohl sie aus einer christlichen Familie kam. Als die Mädchen 13 und 11 Jahre alt waren, wurde ihre unbeschwerte Kindheit durch den Tod der Mutter erschüttert. Ursula erinnerte […]
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Gabrielle Freund (später Falk) im Haus Vogelweide 187 (ul. Mikołaja Kopernika 19), 1933.
Die kleine Gabrielle Freund liest ein Buch in einem Zimmer voller Spielzeug. Das waren aber nicht die einzigen Dinge, von denen sie in ihrer Kindheit umgeben war: Gabrielle wuchs inmitten von Erinnerungsstücken an die vorherigen Generationen ihrer Familie auf. Ihr Vater, der Kinderarzt Walther Freund, hatte im Haus unter anderem Porträtbildnisse ihres Großvaters Wilhelm Salomon […]
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Foto der Brüder Werner und Ernst Peritz, 1933.
Die eingravierten Initialen weisen auf die Besitzer dieser Gegenstände hin: Der Eierbecher gehörte dem kleinen Werner Peritz und die Haarbürste seinem jüngeren Bruder Ernst. Ihre Eltern, Else und Felix Peritz, gaben ihren Söhnen typisch deutsche Namen – ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der deutschen Kultur. Zwei Generationen zuvor trugen die meisten Familienmitglieder noch traditionelle jüdische […]
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Eierbecher von Werner Peritz, 1920.
Die eingravierten Initialen weisen auf die Besitzer dieser Gegenstände hin: Der Eierbecher gehörte dem kleinen Werner Peritz und die Haarbürste seinem jüngeren Bruder Ernst. Ihre Eltern, Else und Felix Peritz, gaben ihren Söhnen typisch deutsche Namen – ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der deutschen Kultur. Zwei Generationen zuvor trugen die meisten Familienmitglieder noch traditionelle jüdische […]
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Haarbürste von Ernst Peritz, Sein Geburtsdatum: 4. Juli 1928.
Die eingravierten Initialen weisen auf die Besitzer dieser Gegenstände hin: Der Eierbecher gehörte dem kleinen Werner Peritz und die Haarbürste seinem jüngeren Bruder Ernst. Ihre Eltern, Else und Felix Peritz, gaben ihren Söhnen typisch deutsche Namen – ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der deutschen Kultur. Zwei Generationen zuvor trugen die meisten Familienmitglieder noch traditionelle jüdische […]
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Heinrich Tischler, Glückwunschkarte zur Geburt von Ruth Hadda, 1921.
Als im November 1921 Bertha und Albert Haddas erstes Kind – Tochter Ruth Elizabeth – zur Welt kam, erhielten die jungen Eltern zahlreiche Glückwünsche von Familie und Freunden. Um sich erkenntlich zu zeigen, verschickten sie Dankeskarten. Diese zierte eine Porträtgrafik der kleinen Ruth aus der Hand des Künstlers Heinrich Tischler, einem Cousin Alberts.
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Martha Graetzer und Gregor Henze, 2022.
1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Bill Fabbri und Ann Goebel-Fabbri, 2021.
1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Laura und Jay Snabel, 2022.
1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Stephen Falk und Liz Otwell, 2010.
1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Elisabeth und Rudolf Freund, 1947.
1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Diadem und Brosche aus Silber der Familien Freund und Falk, 1892.
1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Hochzeitsmenü von Hilde Bornstein und Walter Herz, 1922.
Flusskrebssuppe, marinierter Aal, Kalbsfilet, Gans und zum Nachtisch eine Fürst-Pückler-Eisbombe und Käsekuchen – diese Gerichte standen auf dem Hochzeitsmenü von Hilde Bornstein und Walter Herz. Einige Speisen, wie beispielsweise Flusskrebse und Aal, waren nicht koscher, d.h. durften nach den jüdischen Religionsgesetzen nicht verzehrt werden, doch legten das Brautpaar und seine Gäste diese Vorschriften recht frei […]
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Hochzeitsfoto von Ursula Beyer und Edwin Zadik, 1938.
Nach einer neunmonatigen Verlobung heirateten Ursula Beyer, von ihren Verwandten Ursel gerufen, und Erwin Zadik im September 1938. Die Hochzeit fand in der Synagoge zum Weißen Storch statt, wobei Erwin aus einer sehr viel religiöseren Familie als Ursula kam. Nach der Zeremonie posierten Braut und Bräutigam für ein Foto auf dem Balkon der Beyer‘schen Wohnung […]
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Verlobungsanzeige von Ursula Beyer und Erwin Zadik, 1938.
Nach einer neunmonatigen Verlobung heirateten Ursula Beyer, von ihren Verwandten Ursel gerufen, und Erwin Zadik im September 1938. Die Hochzeit fand in der Synagoge zum Weißen Storch statt, wobei Erwin aus einer sehr viel religiöseren Familie als Ursula kam. Nach der Zeremonie posierten Braut und Bräutigam für ein Foto auf dem Balkon der Beyer‘schen Wohnung […]
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Die Familien Tischler und Hadda, 1936.
Im Oktober 1936 feierte der 13-jährige Franz Tischler seine Bar Mizwa – den Tag, der seinen Übergang vom Kind zum Erwachsenen markiert und ab dem ein Junge für die Beachtung und Einhaltung der jüdischen Gebote verantwortlich ist. Dieser Tag bot den verwandten Familien Tischler und Hadda die Gelegenheit, wieder einmal gemeinsam zu feiern. Beide Familien […]
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Blücherplatz 4 u. 5 zu Breslau, vor der Bereinigung der Gebäudefront.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wohnten Juden im Oppenheim-Haus. Es wurde 1810 vom Bankier Heymann Oppenheim erworben, der dort mit seiner Familie einzog. Die Oppenheims gehörten zu den sogenannten privilegierten Juden, denen die Erlaubnis erteilt wurde, sich dauerhaft in der Stadt niederzulassen. Von 1902 bis 1942 befand sich das Stadthaus im Besitz der jüdischen Gemeinde, […]
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Vier Mitglieder der Familie Herz: Steffi Herz, ihre Mutter Hilde, die Großmutter Gertrud Bornstein und die Urgroßmutter Henriette Lomnitz, 1929.
Die Familie Herz führte ab 1894, für mehr als 40 Jahre, im Oppenheim-Haus am Blücherplatz 4, in dem wir uns befinden, ein Schuhgeschäft. Auf diesem Foto, das vor dem heute nicht mehr existierenden Südflügel des Königlichen Palastes am Schlossplatz aufgenommen wurde, sind vier Generationen der Familie vertreten. Die Älteste, Henriette Lomnitz, wurde Mitte des 19. […]
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H. Fischer, Stich mit einer Ansicht der Universität Breslau, nach 1904.
Die Wohnung des Arztes Walther Freund schmückte die Bronzefigur eines Fechters – eine Miniatur der Brunnenskulptur, die 1904 vor dem Gebäude der Breslauer Universität aufgestellt worden war. Vielleicht erinnerte sie Walther an seine Studienzeit: Sowohl er als auch sein Vater Wilhelm Salomon waren Absolventen dieser Universität. An ihr lehrte eine ganze Reihe von Juden, deren […]
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Innenaufnahme des Hauses Vogelweide 187 (ul. Mikołaja Kopernika 19), 1933.
Die Wohnung des Arztes Walther Freund schmückte die Bronzefigur eines Fechters – eine Miniatur der Brunnenskulptur, die 1904 vor dem Gebäude der Breslauer Universität aufgestellt worden war. Vielleicht erinnerte sie Walther an seine Studienzeit: Sowohl er als auch sein Vater Wilhelm Salomon waren Absolventen dieser Universität. An ihr lehrte eine ganze Reihe von Juden, deren […]
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Wilhelm Salomon Freund anlässlich des Endes der Amtszeit als Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung am 29. Dezember 1914 verliehene Urkunde.
Das Ende der Tätigkeit von Wilhelm Salomon Freund als städtischer Amtsträger fiel mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zusammen. In Anerkennung seiner großen politischen und intellektuellen Verdienste um die Stadt und das Land wurde Freund 1914, ein Jahr vor seinem Tod, diese Urkunde verliehen, auf der der Innenraum des Breslauer Rathauses und die darin tagende […]
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Urkunde über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an den Geheimrat Wilhelm Salomon Freund durch den Magistrat der Stadt Breslau am 1. Januar 1901.
„Arbeit ist des Bürgers Zierde“: Dieses einer Ballade von Friedrich Schiller entnommene Motto findet sich auf der „Ehrenbürgerurkunde“ über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Wilhelm Salomon Freund, dem diese Ehre in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste als Stadtverordneter und langjähriger Vorsitzender des Stadtrats zuteil wurde. Er war der erste Breslauer Jude, der dieses Amt bekleidete, und […]
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Porträtfoto von Wilhelm Salomon Freund als junger Mann, 1860er Jahre.
Wilhelm Salomon Freund war Jurist und Vorsitzender der Breslauer Anwaltskammer. Als herausragender Absolvent der Universität Breslau, der bereits im Alter von zwanzig Jahren seine Doktorarbeit verteidigt hatte, wurde ihm 1901 von der Juristischen Fakultät die Ehrendoktorwürde verliehen. In den Erinnerungen der Familie lebt er wie auf dieser frühen Fotografie eingefangen weiter: mit einem üppigen Schnauzbart, […]
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Innenaufnahme des Hauses Vogelweide 187 (ul. Mikołaja Kopernika 19), 1933.
Das Porträt von Babette Silberstein hing nacheinander in den Heimen ihrer Nachkommen in Breslau: u.a. in den Wohnungen ihrer Tochter Lina Immerwahr, geb. Silberstein, am Ring 19 und ihrer Enkelin Clara Freund, geb. Immerwahr, am Schweidnitzer Stadtgraben 20 (ul. Podwale). In den 1930er Jahren hing das Gemälde im Haus von Babettes Urenkel Walther Freund in […]
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Porträt von Babette Silberstein, erste Hälfte des 19. Jh.,
Breslau, die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Schlesiens, zog Menschen aus kleineren Städten an. So kam auch Babette Silberstein, geborene Friedländer, um 1814 mit ihrem Mann Philipp aus dem schlesischen Brieg nach Breslau. Sie bezogen eine Wohnung in der Wallstraße 13 (ul. Pawła Włodkowica), wo bald darauf in unmittelbarer Nachbarschaft die unter anderem auch […]
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Nachkommen
Aussagen heutiger Angehöriger der in der Ausstellung vorgestellten Familien über ihre Verbindungen zu Breslau/Wrocław. Video auf Englisch.
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Mesusa aus dem Oppenheim-Haus, Pergament, 19.-20. Jh.
Eine Mesusa ist eine kleine Kapsel, die ein gerolltes Pergamentstück mit Abschnitten aus der Tora (dem Deuteronomium) enthält und am Türpfosten von jüdischen Haushalten befestigt wird. Bei der Sanierung des Oppenheim-Hauses, in dem wir uns befinden, wurden in den Jahren 2013–2017 zwei Mesusot gefunden: eine, deren Behälter beschädigt war und ein zweites Pergamentstück ohne Schriftkapsel. […]
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Papierblatt mit Text, 19. Jh.
Das Oppenheim-Haus birgt Geschichten, die wir nicht mehr imstande sind zu rekonstruieren. Zu den Objekten, die in den Jahren 2013–2017 bei Sanierungsarbeiten ans Tageslicht befördert wurden, gehört auch dieses Stück Papier, das vermutlich aus einem Notizbuch stammt. Wissenschaftler und Papierrestauratoren kamen zu dem Schluss, dass es aus dem 19. Jahrhundert stammen muss. Es enthält sich […]