FAMILIE
Viele der über die ganze Welt verstreuten Objekte sind persönliche Andenken an intime Momente im Leben der Familien und zeugen von einer tiefen Verbundenheit mit der Stadt. Die einander innig verbundenen Familienangehörigen kamen oft zusammen, um Ereignisse wie Hochzeiten, Geburten, Bar und Bat Mitzwa, jüdische und nichtjüdische Feiertage, Geburtstage und Jubiläen zu begehen und ihre beruflichen oder schulischen Erfolge und Bildungsabschlüsse zu feiern. Sie versammelten sich auch, um die Verstorbenen zu betrauern. Einige von ihnen befolgten dabei die jüdischen Rituale und Bräuche, während andere ihre eigenen familiären Traditionen begründeten, die fest in ihrem alltäglichen Leben in Breslau verankert waren. Viele dieser Traditionen werden, trotz dass die Familien in alle Welt zerstreut sind, bis heute gepflegt und gelebt.
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Die Brüder Hadda (von links): Willi, Sigmund, Albert und Moritz, November 1916.
FotoMehr zum ObjektDie Brüder Hadda posieren während ihrer Dienstzeit in der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg gemeinsam für ein Foto. Schon damals wiesen die Interessen und beruflichen Pläne der Brüder in ganz unterschiedliche Richtungen. Der Älteste, Siegmund, wurde Chirurg und Leiter des Jüdischen Krankenhauses in Breslau. Moritz und Albert wurden Architekten und Möbeldesigner. Willi wurde als Kaufmann […]
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Fotopostkarte von der Front des 1. Weltkrieges, verschickt von Felix Peritz, 31. Dezember 1915.
FotoMehr zum ObjektAls 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, wurden auch Juden zum deutschen Heer eingezogen – darunter auch der 25-jährige Felix Peritz. Sein Enkel Joseph Pearce erinnert sich, dass Felix wie zu einem Abenteuer in den Krieg zog und stolz darauf war, seinem Land als Sanitätsunteroffizier zu dienen. Dieses Foto, das ihn mit seiner Einheit zeigt, schickte […]
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Lorgnette von Else Peritz, um 1920.
ArtikelMehr zum ObjektWelche Theatervorstellungen und welche Opernaufführungen verfolgte Else Peritz durch diese Lorgnette? Ihre Liebe zur Kunst und ihren kultivierten Geschmack hatte sie ihrer Familie zu verdanken: Einer ihrer Neffen wurde Komponist, ihr Onkel war Pianist und Chordirigent und ihre Nichte trat als Opernsängerin auf den Städtischen Bühnen Breslau auf.
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Tasse mit Widmung für Else Peritz, 1921
3D-Modell, ArtikelMehr zum Objekt„Meiner geliebten Schwiegertochter Else“ lautet die Widmung auf der Tasse, die Mathilde Peritz ihrer Schwiegertochter Else, geb. Durra, zum Geschenk machte. Diese Geste zeugt von großer Herzlichkeit, obwohl beide Familien bei der Weltanschauung vieles trennte: Die Peritzes waren konservativ und die Durrs liberal eingestellt. Für Mathildes Sohn Felix erwies sich die Fortschrittlichkeit seiner Frau Else […]
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Kasserolle und Holzlöffel von Ursula und Helga Beyer, etwa 1925.
3D-Modell, ArtikelMehr zum ObjektUrsula Beyer und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Helga wuchsen in einem religiös gemischten Elternhaus auf – ihr Vater Adolf war Jude und ihre Mutter Else Atheistin, obwohl sie aus einer christlichen Familie kam. Als die Mädchen 13 und 11 Jahre alt waren, wurde ihre unbeschwerte Kindheit durch den Tod der Mutter erschüttert. Ursula erinnerte […]
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Foto der Schwestern Ursula und Helga Beyer, 1920er Jahre
FotoMehr zum ObjektUrsula Beyer und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Helga wuchsen in einem religiös gemischten Elternhaus auf – ihr Vater Adolf war Jude und ihre Mutter Else Atheistin, obwohl sie aus einer christlichen Familie kam. Als die Mädchen 13 und 11 Jahre alt waren, wurde ihre unbeschwerte Kindheit durch den Tod der Mutter erschüttert. Ursula erinnerte […]
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Gabrielle Freund (später Falk) im Haus Vogelweide 187 (ul. Mikołaja Kopernika 19), 1933.
FotoMehr zum ObjektDie kleine Gabrielle Freund liest ein Buch in einem Zimmer voller Spielzeug. Das waren aber nicht die einzigen Dinge, von denen sie in ihrer Kindheit umgeben war: Gabrielle wuchs inmitten von Erinnerungsstücken an die vorherigen Generationen ihrer Familie auf. Ihr Vater, der Kinderarzt Walther Freund, hatte im Haus unter anderem Porträtbildnisse ihres Großvaters Wilhelm Salomon […]
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Foto der Brüder Werner und Ernst Peritz, 1933.
FotoMehr zum ObjektDie eingravierten Initialen weisen auf die Besitzer dieser Gegenstände hin: Der Eierbecher gehörte dem kleinen Werner Peritz und die Haarbürste seinem jüngeren Bruder Ernst. Ihre Eltern, Else und Felix Peritz, gaben ihren Söhnen typisch deutsche Namen – ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der deutschen Kultur. Zwei Generationen zuvor trugen die meisten Familienmitglieder noch traditionelle jüdische […]
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Eierbecher von Werner Peritz, 1920.
ArtikelMehr zum ObjektDie eingravierten Initialen weisen auf die Besitzer dieser Gegenstände hin: Der Eierbecher gehörte dem kleinen Werner Peritz und die Haarbürste seinem jüngeren Bruder Ernst. Ihre Eltern, Else und Felix Peritz, gaben ihren Söhnen typisch deutsche Namen – ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der deutschen Kultur. Zwei Generationen zuvor trugen die meisten Familienmitglieder noch traditionelle jüdische […]
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Haarbürste von Ernst Peritz, Sein Geburtsdatum: 4. Juli 1928.
ArtikelMehr zum ObjektDie eingravierten Initialen weisen auf die Besitzer dieser Gegenstände hin: Der Eierbecher gehörte dem kleinen Werner Peritz und die Haarbürste seinem jüngeren Bruder Ernst. Ihre Eltern, Else und Felix Peritz, gaben ihren Söhnen typisch deutsche Namen – ein Zeichen ihrer Verbundenheit mit der deutschen Kultur. Zwei Generationen zuvor trugen die meisten Familienmitglieder noch traditionelle jüdische […]
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Heinrich Tischler, Glückwunschkarte zur Geburt von Ruth Hadda, 1921.
KunstwerkMehr zum ObjektAls im November 1921 Bertha und Albert Haddas erstes Kind – Tochter Ruth Elizabeth – zur Welt kam, erhielten die jungen Eltern zahlreiche Glückwünsche von Familie und Freunden. Um sich erkenntlich zu zeigen, verschickten sie Dankeskarten. Diese zierte eine Porträtgrafik der kleinen Ruth aus der Hand des Künstlers Heinrich Tischler, einem Cousin Alberts.
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Martha Graetzer und Gregor Henze, 2022.
FotoMehr zum Objekt1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Bill Fabbri und Ann Goebel-Fabbri, 2021.
FotoMehr zum Objekt1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Laura und Jay Snabel, 2022.
FotoMehr zum Objekt1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Stephen Falk und Liz Otwell, 2010.
FotoMehr zum Objekt1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Elisabeth und Rudolf Freund, 1947.
FotoMehr zum Objekt1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Diadem und Brosche aus Silber der Familien Freund und Falk, 1892.
ArtikelMehr zum Objekt1892 feierten Wilhelm Salomon Freund und seine Frau Clara ihren fünfundzwanzigsten Hochzeitstag. An diesem Tag trug Clara eine speziell für diesen Anlass in Auftrag gegebene silberne Tiara und Brosche. Damit begründete das Ehepaar eine Tradition, an der von ihren Nachkommen in den Vereinigten Staaten, leicht abgewandelt, bis heute festgehalten wird: Zum zehnten und fünfundzwanzigsten Hochzeitstag […]
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Hochzeitsmenü von Hilde Bornstein und Walter Herz, 1922.
DokumentMehr zum ObjektFlusskrebssuppe, marinierter Aal, Kalbsfilet, Gans und zum Nachtisch eine Fürst-Pückler-Eisbombe und Käsekuchen – diese Gerichte standen auf dem Hochzeitsmenü von Hilde Bornstein und Walter Herz. Einige Speisen, wie beispielsweise Flusskrebse und Aal, waren nicht koscher, d.h. durften nach den jüdischen Religionsgesetzen nicht verzehrt werden, doch legten das Brautpaar und seine Gäste diese Vorschriften recht frei […]
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Hochzeitsfoto von Ursula Beyer und Edwin Zadik, 1938.
FotoMehr zum ObjektNach einer neunmonatigen Verlobung heirateten Ursula Beyer, von ihren Verwandten Ursel gerufen, und Erwin Zadik im September 1938. Die Hochzeit fand in der Synagoge zum Weißen Storch statt, wobei Erwin aus einer sehr viel religiöseren Familie als Ursula kam. Nach der Zeremonie posierten Braut und Bräutigam für ein Foto auf dem Balkon der Beyer‘schen Wohnung […]
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Verlobungsanzeige von Ursula Beyer und Erwin Zadik, 1938.
DokumentMehr zum ObjektNach einer neunmonatigen Verlobung heirateten Ursula Beyer, von ihren Verwandten Ursel gerufen, und Erwin Zadik im September 1938. Die Hochzeit fand in der Synagoge zum Weißen Storch statt, wobei Erwin aus einer sehr viel religiöseren Familie als Ursula kam. Nach der Zeremonie posierten Braut und Bräutigam für ein Foto auf dem Balkon der Beyer‘schen Wohnung […]
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Die Familien Tischler und Hadda, 1936.
FotoMehr zum ObjektIm Oktober 1936 feierte der 13-jährige Franz Tischler seine Bar Mizwa – den Tag, der seinen Übergang vom Kind zum Erwachsenen markiert und ab dem ein Junge für die Beachtung und Einhaltung der jüdischen Gebote verantwortlich ist. Dieser Tag bot den verwandten Familien Tischler und Hadda die Gelegenheit, wieder einmal gemeinsam zu feiern. Beide Familien […]