KULTUR UND FREIZEIT
Die Breslauer Juden waren ausgesprochen aktiv auf dem Gebiet der Kultur. So stellten sie überregional bekannte Schriftsteller wie Emil Ludwig, Maler wie Eugen Spiro sowie Musiker und Komponisten wie Otto Klemperer. Fast 40 Jahre lang war Theodor Loewe Direktor der städtischen Bühnen und des Opernhauses Breslau und Inszenierungen aus Breslau wurden auf Bühnen in ganz Deutschland und im Ausland aufgeführt. Einige Juden traten in Breslau auch als Kunstsammler und Mäzene in Erscheinung. In der Freizeit besuchten die Einwohner gern die Theater der Stadt, die Oper und Filmtheater, von denen viele in jüdischem Besitz waren. Immer größeres Gewicht wurde auch auf andere Formen der Freizeitgestaltung und die Körperkultur gelegt: Die Breslauer Juden und Jüdinnen schlossen sich Sportvereinen an und machten gern Urlaub im nahegelegenen Riesengebirge oder an der Ostsee.
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Heinrich Tischler, Selbstbildnis, 1937.
KunstwerkMehr zum ObjektDer Maler und Architekt Heinrich Tischler, Absolvent der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau, war ein Vertreter des jüdischen Expressionismus. Seine Bilder sind voller Emotionen und stellen in inbrünstigem Gebet versunkene Juden oder auch unwirklich erscheinende Szenen aus den Vororten von Breslau dar. In seinen zahlreichen Selbstporträts erscheint er mit ironischem Gesichtsausdruck und Zigarillo […]
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Urlaubsfotos und Fotos von Sport- und Freizeitaktivitäten, vor 1938.
FotoMehr zum Objekt„Ein Urlauber wünschte sich damals nichts sehnlicher, als seine Lungen mit dem Duft der Kiefern zu füllen und Wanderungen zu unternehmen“, schrieb der Historiker Willy Cohn in sein Tagebuch. Als Erholungsort wählte die Familie Tischler das Riesengebirge unweit von Breslau, aber auch die österreichischen Alpen oder die Strände am mecklenburgischen Müritzsee. Viele Juden, vor allem […]
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Heinrich Tischler, Porträt der Else Tischler, 1937.
KunstwerkMehr zum ObjektElse Tischler, die Ehefrau von Heinrich Tischler, stammte aus der Künstlerfamilie Hadda und kannte ihn als seine Cousine von Kind auf. Sie stand ihrem Mann sowohl im Leben als auch in seiner beruflichen Laufbahn zur Seite: Sie war seine Vertraute, mit der er seine künstlerischen Inspirationen und Nöte teilte. Nach Heinrichs Tod im Jahr 1938 […]
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Streichquartett mit Walther Freund unter den Musizierenden, Anfang 20. Jh.
FotoMehr zum ObjektFür den Kinderarzt Walther Freund waren die Auftritte mit seinem Amateur-Streichquartett vermutlich sowohl Unterhaltung als auch Gelegenheit, sein musikalisches Talent zu entfalten. Seine Leidenschaft für das Bratschenspiel hatte er von seinem Vater Wilhelm Salomon Freund geerbt. Walther Freund gab auch gerne Hauskonzerte mit seinen Kindern Andreas, der Geige spielte, und Gabrielle, die sie auf dem […]
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Reise-Schachspiel von Josef Foerder, ohne Datum.
3D-Modell, ArtikelMehr zum ObjektHeinz Josef Foerder, der Deutschland 1928 bei der Schacholympiade in Den Haag vertrat, machte in Breslau seine ersten Schritte als Schachspieler. 1934 emigrierte er in das britische Mandatsgebiet Palästina, wo er weitere Erfolge erzielte und nach der Ausrufung des Staates Israel den Namen Josef Porath annahm. Er starb 1996 und zehn Jahre später erwarb Stephen […]
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Namensschild der Wohnungstür von Heinrich Tischler, vor 1938.
ArtikelMehr zum ObjektDieses Messingschild mit der eingeprägten Unterschrift von Heinrich Tischler hing vermutlich an der Tür seiner Wohnung in der Lothringer Straße 9 (unweit der Ostrastraße), die heute nicht mehr existiert. Hier befand sich auch sein Atelier. Für seine Gemälde, Grafiken und Architekturentwürfe verwendete der Künstler die gleiche Signatur wie auf dem Namensschild.
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Bürsten und Farbtuben der Firma Lukas, 1930er Jahre.
ArtikelMehr zum ObjektBei ihrer Flucht aus Breslau nahm Else Tischler die Malutensilien aus dem Atelier ihres Mannes Heinrich mit. Darunter waren auch acht Schachteln mit Farben der Firma Lukas, die es heute noch gibt. Der Maler hatte, wie hier zu sehen, eine Vorliebe für intensive Farbtöne: Siena, Ocker, intensive Gelb- und Orangetöne, Ultramarin und Meeresgrün.
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Zigarilloskiste, erste Hälfte 20. Jh.
3D-Modell, ArtikelMehr zum ObjektDer Maler und Architekt Heinrich Tischler, Absolvent der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau, war ein Vertreter des jüdischen Expressionismus. Seine Bilder sind voller Emotionen und stellen in inbrünstigem Gebet versunkene Juden oder auch unwirklich erscheinende Szenen aus den Vororten von Breslau dar. In seinen zahlreichen Selbstporträts erscheint er mit ironischem Gesichtsausdruck und Zigarre […]
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Verein Jüdisches Museum E.V. zu Breslau, 1928.
PublikationMehr zum ObjektDie erste Ausstellung des Vereins Jüdisches Museum zu Breslau, die den Juden in der Geschichte Schlesiens gewidmet war, fand 1929 in den Räumen des Schlesischen Museums für Kunstgewerbe und Altertümer statt. Die Ausstellung richtete sich an ein breites, auch nichtjüdisches Publikum, und einige der Exponate wurden im Mitteilungsblatt des Vereins abgebildet. An den Aktivitäten dieser […]
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Rysunki architektoniczne Tischlera
KunstwerkMehr zum ObjektHeinrich Tischler, Architektonische Perspektiven (wahrscheinlich nicht realisiert), Reproduktion, undatiert.