BILDUNG

Dank des Jüdischen Theologischen Seminars war Breslau seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein Zentrum der akademischen Rabbinerausbildung von Weltgeltung und zog Studenten und Lehrpersonal aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Die Ausbildung von Schülern in Grundschulen und Gymnasien erfolgte wiederum an Schulen mit unterschiedlichem Profil: sekulären und religiösen Schulen, staatlichen Schulen und von jüdischen Stiftungen getragenen Schulen. Insbesondere die sekuläre Bildung gewann mit der zunehmenden Präsenz von Juden im öffentlichen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Leben der Stadt an Boden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffneten sich auch Mädchen bessere Bildungsmöglichkeiten und sie konnten nun auch weiterführende Schulen besuchen, die jahrzehntelang nur Jungen vorbehalten waren.

  • Lehrerdiplom von Berta Hadda (geborene Simlinger), 1916.

    Dokument

    1916 legte die 21-jährige Berta Simlinger die Berufsprüfung zur Handarbeitslehrerin an Mädchenschulen ab. Diese bildete den Abschluss ihres Studiums an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1911 ist sie im Kreise ihrer Kommilitonen sitzend neben ihrem späteren Ehemann Albert Haddy zu sehen. Jahre später gab Berta Kunstunterricht […]

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  • Berta Hadda mit Schulkameraden, 1911.

    Foto

    1916 legte die 21-jährige Berta Simlinger die Berufsprüfung zur Handarbeitslehrerin an Mädchenschulen ab. Diese bildete den Abschluss ihres Studiums an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1911 ist sie im Kreise ihrer Kommilitonen sitzend neben ihrem späteren Ehemann Albert Haddy zu sehen. Jahre später gab Berta Kunstunterricht […]

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  • Kelim von Berta Hadda, 1930er Jahre

    3D-Modell, Artikel

    Die von Albert Hadda entworfene modernistische Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) wurde im Januar 1938 eröffnet und stellte das letzte große Bauvorhaben dieser Schule dar. In der 1920 gegründeten Einrichtung gab es auch eine Synagoge und eine koschere Mensa. An dieser Schule verband sich Traditionsverbundenheit mit Fortschrittsbewusstsein: Die […]

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  • Schulgarten der Jüdischen Schule, um 1938.

    Foto

    Die von Albert Hadda entworfene modernistische Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) wurde im Januar 1938 eröffnet und stellte das letzte große Bauvorhaben dieser Schule dar. In der 1920 gegründeten Einrichtung gab es auch eine Synagoge und eine koschere Mensa. An dieser Schule verband sich Traditionsverbundenheit mit Fortschrittsbewusstsein: Die […]

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  • Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) in Breslau, 1938.

    Foto

    Die von Albert Hadda entworfene modernistische Aula im Dachgeschoss der Jüdischen Schule am Rehdigerplatz 3 (ul. Żelazna 57) wurde im Januar 1938 eröffnet und stellte das letzte große Bauvorhaben dieser Schule dar. In der 1920 gegründeten Einrichtung gab es auch eine Synagoge und eine koschere Mensa. An dieser Schule verband sich Traditionsverbundenheit mit Fortschrittsbewusstsein: Die […]

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  • Schulzeugnis von Erwin Zadik, 1920.

    Dokument

    Aus dem Schulzeugnis des achtjährigen Erwin Zadik geht hervor, dass er die zweite Klasse des staatlichen König-Wilhelm-Gymnasiums in der Paradiesstraße 3-5 (ul. Stanisława Worcella) abgeschlossen hat und dem Unterricht beflissen und aufmerksam folgt. Als jüdischer Schüler erhielt er keine Note in Religion, da dieser Unterricht nur für Protestanten und Katholiken vorgesehen war. Erwähnenswert ist, dass […]

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  • Schüler von Heinrich Tischler, 1937/1938.

    Kunstwerk

    Auf dieser Skizze zeigt der Künstler Heinrich Tischler seine Schüler während des Zeichenunterrichts, den er unter anderem an der Jüdischen Schule an der Neuen Synagoge in Breslau gab. Die Schule wurde 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Repressionen gegen die Juden eröffnet: In ihnen wurden die jüdischen Schüler von den Behörden untergebracht, die zuvor von staatlichen […]

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  • Willy Cohn mit Schülern und dem Direktor des Johannesgymnasiums Breslau, 1931.

    Foto

    Die Abschlussprüfungen waren ein wichtiges Ereignis im Schulalltag und wahrscheinlich wurde bei dieser Gelegenheit dieses Foto der Abiturklasse von 1931 am Städtischen Johannesgymnasium in der Paradiesstraße 3 (ul. Stanisława Worcella) aufgenommen. Im Hintergrund ist der Geschichtslehrer Professor Willy Cohn zu sehen, ein Mittelalterforscher und auf die Geschichte der Juden in Breslau spezialisierter Historiker, der selbst […]

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  • Ilustration mit Darstellung des Jüdisch-Theologischen Seminars in Breslau, 1915.

    Dokument

    Auf dem Ehrendiplom für den Juristen und Politiker Wilhelm Salomon Freund ist das Gebäude des Jüdischen Theologischen Seminars in Breslau abgebildet. Diese 1854 gegründete Ausbildungsstätte befand sich in der Wallstraße 14 (ul. Pawła Włodkowica) und bereitete Studenten auf den Beruf des Rabbiners und Lehrers vor, indem sie religiöse und weltliche Fächer miteinander kombinierte. Über 80 […]

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